Google Play Store Lokalisierung ist ein fundamentaler Baustein von ASO (App Store Optimization). Wenn Metadaten, Screenshots und Beschreibungen gezielt auf Regionen zugeschnitten werden, steigen nämlich Relevanz und Rankings. Im Folgenden wird erläutert, wie sich mit der Play Console, mit KI-Tools und durch die Lokalisierung bessere Sichtbarkeit erreichen lässt.
Die App-Lokalisierung ist wichtig für ASO
Unter App-Lokalisierung wird die Anpassung der App und der Store-Seite an verschiedene Sprachen und Kulturen verstanden. Dabei wird nicht nur übersetzt, Konversion ausgerichtet.
Wenn die Sprache eines Nutzers mit der Store-Seite übereinstimmt, ist eine Installation deutlich wahrscheinlicher. Über Google Play können je nach Standort unterschiedliche Store-Seiten ausgespielt werden, sodass auch außerhalb des Heimatmarkts neue Nutzer erreicht werden.
Die Rolle von KI in der Lokalisierung
Die künstliche Intelligenz (KI) hat die Lokalisierungspraxis verändert. Früher war fast alles reine Handarbeit. Heute unterstützen Tools bei Keyword-Recherche, ersten Übersetzungsentwürfen und Wettbewerbsanalysen. Maschinelle Übersetzung (zum Beispiel Google Translate) ist besser geworden. Für Store-Texte bleibt ein reiner KI-Ansatz trotzdem etwas riskant, weil kulturelle Nuancen und lokale Tonalität oft nicht getroffen werden. Für die schnelle Ideenfindung bei Metadaten und für die erste Keyword-Recherche sind KI gestützte Übersetzungen aber sehr nützlich.
So werden lokalisierte Store-Seiten hinzugefügt
Lokalisierte Store-Seiten werden in der Google Play Console gepflegt. Dort werden alle Inhalte der Store-Präsenz zentral verwaltet.
- Play Console öffnen und die App auswählen.
- Zu Wachstum > App-Präsenz im Play Store > Store-Haupteintrag wechseln.
- Dann > Übersetzungen verwalten öffnen, > Sprachen auswählen und anschließend > Übernehmen
- Die gewünschten Sprachen auswählen (z. B. Französisch, Englisch, Koreanisch).
Sobald eine Sprache hinzugefügt ist, können Titel, Kurzbeschreibung und vollständige Beschreibung manuell ergänzt werden. Zusätzlich sollten lokalisierte Screenshots sowie eine passende Feature-Grafik hochgeladen werden. Die Erstellung von Screenshots pro Zielsprache ist unbedingt erforderlich, wenn Text in der App-Oberfläche enthalten ist.
Übersetzungen verwalten
Google bietet die Option, menschliche Übersetzungen direkt zu beauftragen oder eigene Texte einzupflegen. KI und maschinelle Übersetzung sind schnell. Für ein natürliches Ergebnis sollte jedoch idealerweise ein sprachlich versierter Mensch gegenlesen, damit Wortwahl, Ton und lokale Gepflogenheiten passen.
Tools und Ressourcen für die Optimierung
Für eine wirksame Lokalisierung der Store-Seite und bessere Rankings werden Daten benötigt. Es ist nicht ratsam, zu spekulieren, welche Suchbegriffe potenzielle neue Nutzer im Play Store tatsächlich eingeben.

Ein Tool, das sich dafür gut eignet, ist ASOMobile. Damit lassen sich Keywords identifizieren und beobachten, Wettbewerber auswerten und sowohl Installationsverteilung als auch Wachstumstrends pro Land nachvollziehen. Das ist auch aus Entwicklerperspektive praktisch.
Wenn belastbare Analysen mit KI-Insights kombiniert werden, können Metadaten weiter geschärft werden, um Downloads in ausgewählten Ländern zusätzlich zu steigern.
5 Praxisregeln für die Google Play Store Lokalisierung
Damit eine App besser gefunden wird, helfen folgende Praxisregeln:
- Nicht nur übersetzen, sondern lokal optimieren. Die Keyword-Strategie sollte pro Zielmarkt angepasst werden. Eine direkte Übersetzung aus dem Englischen entspricht häufig eben nicht dem Suchbegriff, der etwa in Tunesien oder Brasilien tatsächlich genutzt wird.
- Bilder entscheiden mit. Lokalisierte Screenshots sollten hochgeladen werden. Wenn die App auf Spanisch verfügbar ist, die Store-Beschreibung aber nur auf Englisch vorliegt, entsteht ein unnötiger Bruch, der Konversionen kostet.
- Die Standardsprache prüfen. Sie muss wirklich passen, weil sie angezeigt wird, wenn die Sprache eines Nutzers in einer bestimmten Region nicht unterstützt wird.
- Landesspezifische Store-Seiten nutzen. Auch wenn manche Länder eine gemeinsame Sprache teilen, kann so ein auf die jeweilige Region zugeschnittenes Erlebnis geboten werden.
- KI sinnvoll einsetzen. Für Entwürfe ist KI sehr gut geeignet. Ohne Lektorat sollte aber der finale Text nicht übernommen werden.
Häufig gestellte Fragen
Übersetzt Google Play meine App-Beschreibung automatisch?
Nein. In manchen Kontexten kann zwar eine maschinell übersetzte Ansicht angezeigt werden. Automatisch werden jedoch keine Übersetzungen und keine lokalisierten Store-Seiten erstellt. Übersetzungen müssen in der Console hinzugefügt werden.
Worin liegt der Unterschied zwischen Varianten wie pt_BR und pt_PT?
Eine Sprachvariante definiert Sprache und Region. Brasilianisches Portugiesisch (pt_BR) unterscheidet sich von Portugiesisch in Portugal (pt_PT). Für eine lokal passende Nutzererfahrung sollten beide Varianten getrennt behandelt werden, wenn beide Märkte angesprochen werden.
Ist es ausreichend, KI anstelle menschlicher Übersetzer für ASO einzusetzen?
Die KI ist hilfreich für Tempo und Vorschläge. Für die zentrale Store-Seite fehlt jedoch oft die Überzeugungskraft, die ein Text braucht, um Installationen zu fördern. KI kann die Vorarbeit leisten. Für die finale Fassung sollte professionell redigiert werden.
Apps mit einer lokalisierten Strategie skalieren
Google Play Store-Lokalisierung ist einer der wirksamsten Hebel, um Installationen zu steigern und den Eintritt in internationale Märkte zu vereinfachen. Werden die Einstellungen in der Google Play Console sauber gepflegt, Tools wie ASO Mobile zum Einsatz gebracht und KI-Effizienz mit menschlicher Qualität kombiniert, kann das Potenzial einer Android-App deutlich besser ausgeschöpft werden.
Visuelle Medien sollten an die jeweilige Region angepasst, die Store-Seite regelmäßig aktualisiert und die Entwicklung der Sichtbarkeit beobachtet werden.
